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Leitung & Kontakt

Regionalleiter
Jochen Urban, Regionalleiter
Tel  07361  6 49 57
joco.urban@t-online.de

Stellverteter
Klaus Eilhoff, stellvertr. Regionalleiter
Tel  07171 64587
anukl.eilhoff@kabelbw.de

Regionalkanzler
Günther Hunn
Tel  0751 21593

Mitgliederverwaltung
Wilfrid Renner
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(Änderung persönlicher Daten bitte hier melden)

Redaktion Pfalzbrief
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Tel   07361 610 286
e-hafner.drop-this@ignore-this.t-online.drop-this.ignore-this.de
(Beiträge für den Pfalzbrief hierher)

Internetverwaltung der Region
Franz Vogelmann
Tel  07541 52045
Vogelmann.fn.drop-this@ignore-this.t-online.drop-this.ignore-this.de
(Fragen und Anregungen für das Internet hierher)

Burgkuratorium
Bernd Brasse
Tel  07961 7393
bbrasse.drop-this@ignore-this.t-online.drop-this.ignore-this.de

 

Stand   16 jan 2012  fv

Herzlich willkommen auf unserer Seite:

Württemberg

Die Württemberger gehören mit über 600 Mitgliedern in 23 Gruppen zu den größten Regionen im Bundesverband. Unsere Region erstreckt sich von Kocher und Jagst zur Donau, in's schöne Allgäu und an den Bodensee. Die NDer treffen sich in ihren vielen Gruppen: Ein buntes Bild der Aktivitäten, so bunt wie das Bild der Landschaften, in denen sie leben.

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G r ü ß  G o t t

 

Liebe Bundesgeschwister, liebe Freunde,


zum nahen Jahresende 2011 halte ich Rückschau in meiner Halbzeit als Regionalleiter mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das weinende Auge ist unsere Mitgliederentwicklung im Gesamtbund (Hirschberg 10-2011 S. 650), die natürlich unsere Region und vielleicht auch die Verhältnisse in der Katholischen Kirche in Deutschland widerspiegelt. Ich wundere mich auf KMF-Ratstagungen wie gelassen unsere KMF-Leitung das sieht, also brauche ich mich nicht aufzuregen. 

Das lachende Auge ist: unsere Region lebt. Die Berichte im Pfalzbrief zeigen, dass in den Gruppen ein reges spirituelles, geistiges und frohes Leben stattfindet. Die schon bestehende Zusammenarbeit benachbarter Gruppen könnte verstärkt werden. Transportprobleme werden leichter, wenn wir unsere Veranstaltungen auf den Mittag oder Nachmittag legen, was manche Gruppen schon praktizieren. Die Arbeit des Kuratoriums unserer Marienburg Niederalfmgen ist bei dem diesjährigen KMF-Herbstrat von unserem Bundesmeister Karl Heinz Paulus sehr gelobt worden. Unsere Beziehungen zur KSJ, die sich in einem Neustrukturierungsprozess befindet, sind gut, was nicht in allen Diözesen der Fall ist.

Der Höhepunkt für unser regionales Zusammenleben war im September der Regionaltag im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart, über den in dieser Ausgabe ausführlich berichtet wird. Ich danke noch einmal allen Bundesgeschwistern, die dabei geholfen haben, vor allem dem „Spiritus Rector" Kurt Weber und unserem Leitungsteam. Schön war, dass viele Schwestern aus dem Heliand-Bund, die wir eingeladen hatten, teilnahmen. Wir wollen unsere Zusammenarbeit und gegenseitige Einladungen vertiefen. 

Der Regionaltag 2012 befindet sich im Planungsstadium. 

Nun wünsche ich Euch allen ein gutes, friedliches Neues Jahr. Und vielleicht, ... , ein fröhliches Wiedersehen beim nächsten Regionaltag.

 

           Herzliche Grüße

           Euer Jochen Urban     

 

 

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Regionaltag machte nachdenklich

 

Es war ein Fest der Begegnung und des Nachdenkens in mehrfacher Sicht: Das Haus ist wie geschaffen dafür, dass sich Freundinnen und Freunde treffen, sich auszutauschen und miteinander plaudern. Es tut gut, mit Menschen gleicher Wellenlänge zusammen zu sein. 

Den Mittelpunkt unseres Glaubens, Jesus Christus neu in unser Blickfeld zu bringen, wer könnte es besser als unser Bundesbruder Franz Josef Ortkemper. Klare Herausstellung der Historizität, Durchblick und Verständnis für die unterschiedlichen Blickwinkel der Evangelisten, das Wort und das Tun Jesu Christi.  Einleitend gingen wir vorbei an den Jesus-Forschern, angefangen bei Reimarus bis Albert Schweizer und Karl Barth. Kommt ein großer Denker je an der Person Jesu Christi vorbei? Insgesamt eine kräftige Stärkung unseres Glaubens und Vertrauens in das Wort und in das Tun Jesu, angebracht in einem Zeitstrom, der gerne alles relativiert. 

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Das Rundgespräch am Nachmittag war ein echter Dialog ohne Tabus, in seinem Ergebnis, was die Erfolgsaussichten betrifft, echt katholisch. Was das Kirchenvolk bedrückt, lähmt, frustriert stellte unser Bundesbruder Dr. Hermann Häring pointiert in klaren Aussagen vor. Der Fachmann der Diözese, Dr. Joachim Drumm erläuterte in vielen Gedankengängen, warum etwas nicht geht. Ein Erfahrener, auch aus der gemeindlichen Praxis, unser Bundesbruder Kurt Weber beklagte die Not vor Ort, und wies auch den einen und anderen gangbaren Weg. Vielen Beiträge  aus dem Gremium bestärkten das Bild eines Schiffes in schwerer See.


Mit leichter Hand und sympathisch führte uns unser Regionalleiter Jochen Urban durch den Tag, ihm zur Seite Klaus Eilhoff, der die nachmittägliche Gesprächsrunde gekonnt moderierte und das Team, das diesen gelungenen Tag plante und vorbereitete. Es war ein vorzügliche Wahl, dieses Haus im Herzen Stuttgarts, Wand an Wand mit der Hauptkirche St. Eberhard, Haus und Kirche, beides von Herrn Herrmann Merkle von Grund auf erklärt. Sehr gut war die Bewirtung arrangiert, so dass sich eine ungezwungene vielfache Mischung der Gesprächspartner in den Pausen einstellte.

Ein Tag, der uns mit guten Gedanken entließ und für den wir allen dankbar sind, die ihn ausgedacht und durchgeführt haben.

Franz Vogelmann

Bilder: Erwin Hafner und Gerd Fiedler

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St. Eberhard
Haus der Katholischen Kirche : Blick in die Eingangshalle

 

 

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„In der Kirche geht die Angst um"


Regionaltag auf der Suche nach Wegen einer zukunftsfähigen Kirche - Gründe der gegenwärtige Kirchenkrise gebrandmarkt

 

Die Dämme, welche die Kirche mit absolutistischer Hand seit hunderten Jahren aufgebaut hat, halten nicht mehr. Jetzt sind die Schleusen geöffnet. Die Bischöfe werden immer nervöser. Und bei den Gläubigen geht der Vertrauensvorschuss zur Neige. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst. Allen ist klar: so kann es nicht weiter gehen.

Vor diesem von BB Theologieprofessor Dr. Hermann Häring schonungslos aufgezeigten Hintergrund suchte das Gesprächsforum nach „Wegen zu einer zukunftsfähigen Kirche". Aus ihrer Sicht nahmen dazu Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm und der frühere Regionalleiter BB Kurt Weber (Fellbach) Stellung. Moderator war BB Klaus Eilhoff (Schwäbisch Gmünd). 

Beim Forumsgespräch - von rechts: Moderator BB Klaus Eilhoff,
BB Kurt Weber, BB Prof. Dr, Hermann Häring und Ordinariatsrat
Dr. Joachim Drumm. (Foto: -afn-)

Mit mehreren Thesen zum innerkirchlichen Dialogprozess fasste Prof. Häring die derzeitige Situation zusammen, der auch - wie die anschließende Diskussion erkennen ließ - das gebannt lauschende 90köpfige Auditorium weithin zustimmte. Die begonnenen Gespräche in den kirchlichen Gremien und Gemeinden sind unverzichtbar. Aber sie sollten auch ernst genommen werden. Und es muss etwas geschehen, soll es nicht zur Katastrophe kommen. Die Gespräche müssen Kirche zum Inhalt haben und die kirchlichen Strukturen müssen reformiert werden. Die Bischöfe sollten erkennen, dass das Denken von oben nach unten so nicht weiter gehen kann.

Die Kirchenkrise darf nicht gegen die Gotteskrise ausgespielt werden, denn die Kirchenkritiker sind nicht schuld an der Gotteskrise. Es gilt sensibler zu werden für innerkirchliche Fehlentwicklungen. Selbstkritik muss auch von Rom gefordert werden. Dort wird das Ausmaß des Umbruchs heruntergespielt und der kulturelle Umbruch nicht ernst genommen. Es gilt, Traditionen und Privilegien zu hinterfragen und dem Willen der Gemeinden mehr Gewicht zu geben. Fragen der Sexualmoral, die Zulassung von wieder verheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, der Zölibat und die Ordination von Frauen dürfen nicht länger ausgeklammert werden. Die Kirche und das Reich Gottes haben eine Utopie: eine versöhnte Menschheit der ganzen Welt. Das bedeutet auch: Kooperation mit ändern Religionen. 

Kurt Weber befasste sich mit dem eingeleiteten Dialogprozess auf geistlichem und strukturellem Gebiet, den vom Priestermangel geprägten Notmaßnahamen in den Seelsorgeeinheiten, und der mithin verstärkten Bedeutung der Laien. An sie müssten die Pfarrer jedoch mehr delegieren - auch Verantwortung. Und die Organisationsstrukturen nicht von oben bestimmen. Die Gemeinden müssten jedenfalls in unserer Diözese im Gegensatz zu Freiburg als Basisstruktur erhalten werden. Viel an Mitbestimmung der Laien gehe verloren, wenn Gemeinden aufgelöst würden. Die Zukunft der Kirche liege im Netzwerkgefüge - auch im spirituellen Bereich.

Als Vertreter der Diözese hatte es Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm nicht ganz leicht, die vorausgegangenen kritischen Anmerkungen zu relativieren. So versuchte er die unterschiedlichen Perspektiven zu verbinden. Der eingeleitete Dialogprozess sei eine Chance, aber auch mit Risiken verbunden. Eine Vision über die Zukunft der Kirche fehle. Es gelte zu bedenken, dass die innerkirchliche Diskussionskultur nur von einer Minderheit getragen werde: 85 Prozent der Kirchenmitglieder verstünden diese überhaupt nicht. Deshalb müsse die Kirche über sich hinausweisen. Sie unterliege jedenfalls einer massiven Veränderung. Umso mehr komme es in Zukunft auf eine Einheit in Vielfalt an. „Die Rettung wird von den Rändern kommen" glaubt Dr. Drumm. Dennoch müsse die Kirche mit ihrer liturgischen Vielfalt, den jungen Familien und ihren Diensten vor Ort bleiben -allerdings mit einem neuen Verständnis der Hauptamtes, aber auch des Ehrenamtes als unverzichtbarem Dienst. Der Dialog über ein Gemeindeverständnis könne jedenfalls nicht konfliktfrei sein. 

„Müssen wir Älteren im Prozess der Volkskirche zur missionarischen Kirche nicht mehr Zeugnis geben?" Diese Frage stellte Moderator Klaus Eilhoff an den Beginn der Diskussion. Danach erhärtete Prof. Häring nochmals seine kritischen Thesen mit der Forderung nach „harten Konsequenzen". Die Gemeindemitglieder vor Ort sollten das tun können, was sie wollen, in erster Linie aber ihre Meinung sagen dürfen. Doch die Kirchenoberen hörten weithin überhaupt nicht zu, obwohl ihnen klar sein müsste, dass sie vor einer Entscheidung der Menschen stünden. Die Frage sei deshalb: Was machen wir? „Die Veränderungen werden künftig von unten kommen und die Kirche wird sich ändern, weil sich die Menschen gleichfalls geändert haben" meinte auch Dr. Drumm.

Zum Schluss aber mit breiter Zustimmung nochmals eine Breitseite von Prof. Häring: „Die Probleme sind seit Jahrzehnten bekannt. Wer aber hat die Erkenntnisse zurückgehalten und uns an einer Weiterentwicklung behindert? Wenn Strukturen in Zukunft nicht von oben durchgeführt werden, dann führen wir sie halt selber
 durch".  

Erwin Hafner

 

 

 

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Dr. Franz-Josef Ortkemper

Direktor des Katholischen Bibelwerks i.R.

Was wir von Jesus wissen (können) - 

                      Der Weg der Evangelienforschung 

 

Gott, den Ewigen, hat noch keiner gesehen. Und so ist Er bei allem Bemühen auch künstlerisch kaum darstellbar. Anders Gottes Sohn. Er ist Mensch geworden und hat unter uns gelebt. Und so versuchen Künstler seit Jahrhunderten Jesus in unterschiedlicher Weise aufzuzeigen. Die Vorlagen liefern ihnen Theologen, Bibel- und Jesusforscher - so wie BB Dr. Franz Josef Ortkemper, bis zum Ruhestand langjähriger Direktor des Katholischen Bibelwerks. 

In einem ungemein spannenden Vertrag ging er der Frage nach, was wir von Jesus wissen (können). Als Theologe umriss er einleitend in einem weiten Bogen die historisch-kritische Jesuserforschung, ausgehend von den Evangelien, über die Kritiker der geschichtlichen Grundlagen des Christentums bis zu den neueren Jesus-Büchern, in denen zum Teil die abstrusesten Feststellungen Beifall finden. Nicht zuletzt aber nannte er Beispiele von theologischen Autoren, deren Werke auf der Basis der Evangelien von überzeugendem Osterglauben geprägt sind. 

Zunächst aber gehen alle Forscher fest davon aus: Jesus und sein Denken sind im Judentum verankert. Resümierend stellte Dr. Ortkemper fest, dass das Zutrauen der Jesusforscher in die Evangelien gewachsen ist. Jesus wird also immer mehr im Licht von Ostern gesehen.
Was können wir vor diesem Hintergrund von Jesus wissen? Er hat tatsächlich gelebt und ist nicht nur Legende. Bereits 20 Jahre nach Jesu Tod wird dies im Thessalonicherbrief belegt und schon 45 Jahre nach Golgatha gab es in Rom Christen. 

Wo und in welchem Jahr Jesus exakt geboren wurde, wissen wir nicht. Aber dies gilt genauso für andere Größen der Antike.

Dr. Ortkemper versuchte dann anhand der Evangelien die historischen Tatsachen herauszuarbeiten: die Großzügigkeit und Barmherzigkeit Gottes wie sie in Jesu Gleichnissen und Predigten Ausdruck finden. Alles in dem einzigen Bestreben, die Menschen heil zu machen - auch in Wundern, wie der Heilung von Krankheiten, die im Judentum als Strafe begangener Sünden angesehen wurden. Gerade in den Wundern wird die Herrschaft Gottes sichtbar und seine Entschlossenheit zum Heil der Menschen. Deshalb seine Zuwendung zu ihnen und die bewusste Bevorzugung der Armen. 

Die Feindesliebe jedoch ist keine christliche Spezialität, weil es sie auch in ändern Religionen gibt. Zum Kern der christlichen Lehre gehört vielmehr, wie BB Ortkemper auch für sich selbst bekannte, der unbedingte Glaube an die Auferstehung Jesu.

In der Diskussion wurde unter anderem die Frage nach den Frauen in der Urkirche gestellt. Es sei belegt, so der Bibelwissenschaftler, dass es schon in den ersten Jahren des Christentums massive Diskussionen über die Stellung der Frau in den Gemeinden gab.

Erwin Hafner

 

 

 

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Herr Hermann Merkle

der Leiter und Geschäftsführer des HdKK  führt uns 

im Haus und in der Domkirche  St. Eberhard

 

 

 

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Tausend Menschen gehen im Haus der Katholischen Kirche in der Stuttgarter Königsstraße täglich ein und aus - ein offenes Haus für alle (einschließlich Toilette!). Bei einer Führung durch den Leiter des Hauses Hermann Merkle (gehörte einst in Ellwangen auch zum ND) lernten wir beim Regionaltag die vielfältige Nutzung dieses Hauses mit Veranstaltungsmöglichkeiten aller Art kennen. 

Zum Abschluss eines kurzen Besuchs mit Erklärungen von H. Merkle in der Domkirche St. Eberhard sangen wir das „Salve regina". (Foto: -afn-)