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Rundbrief der Stadtgruppe Freiburg

Der Rundbrief  enthält:

- Aktuelle Termine von Bibelkreis und Gruppe 2 Freiburg

- Persönliche Nachrichten

- Infodienst mit Zeitschriftenschau "AKTUELL FREIBURG" (bis Mitte 2010)

- Geschichte/n des Bundes und der Freiburger Gruppe (Ende 2010 bis Ende 2011)

Rundbrief 2 (Mai 2012) mit Replik zu J. Röser, zu neuem Glaubenskonzil (Bundesfest 2011)

Rundbrief 1 (Jan. 2012)

Rundbrief 12-2011 mit Einladung Bundesfest 2011 Freiburg

Rundbrief 11-2011 mit Einladung Besinnungstage März 2012 in Rastatt

Rundbrief 10-2011

Rundbrief 09-2011 mit Pfalzbrief 07/1958, Nachruf auf Msgr. Alfred Beer

Rundbrief 07-2011 mit FAZ über Walter Kaspers Buch "Katholische Kirche"

Rundbrief 06-2011 mit Texten von R. Hartmann zu "Gott im Wort"

Rundbrief 05-2011 mit Brief an Dr. Karl Lehmann vom 13.2.1989

Rundbrief 04-2011 mit Pfalzrundbrief vom Juli 1957

Rundbrief 03-2011 mit Hirschbergprogramm 

Rundbrief 02-2011 mit Pfalzrundbrief vom April 1958

Rundbrief 01-2011 mit Karl Rawers Erinnerungen Teil 2

Rundbrief 12-2010 mit Karl Rawers Erinnerungen Teil 1

Rundbrief 11-2010 mit Auszug aus dem Knappenbuch 1933

Rundbrief 10-2010

Rundbrief 09-2010

Rundbrief 07-2010

Rundbrief 06-2010 mit Infodienst Mai

Rundbrief 05-2010

Rundbrief 04-2010 mit Infodienst März

Rundbrief 03-2010 mit Infodienst Februar

Rundbrief 02-2010 mit Infodienst Januar

Rundbrief 01-2010

Rundbrief 12-2009 mit Infodienst November

Rundbrief 11-2009 mit Infodienst Oktober

Rundbrief 10-2009 mit Infodienst September

Rundbrief 09-2009 mit Infodienst August

 

Programmskizze der Gruppe 2 Freiburg

Übersicht der geplanten und der zurückliegenden Themen und Aktivitäten

Programmskizze 2011 - 1. Halbjahr

Programmskizze 2009

 

Aktueller Regionalbrief

 

Inhalt

zum Text des Rundbriefs 2011

Einleitung Mercedes Nettesheim

Einleitung Konrad Hauser

 

Besinnungswochenende Regionen Südwest und Südbaden 11./13. 3. 2011

            Karl Weich SJ:

            Übergänge - Brennpunkte der Glaubensgeschichte.

            Frank Nesselhauf:

            Oase des Weltfriedens

 

Vortrag von am 18. März 2011  im Pfarrsaal von St. Cyriak und Perpetua

            Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff:

            Wohin geht die Kirche?

            Zum Streit um die authentische Interpretation des 2. Vatikanischen Konzils

 

Regionaltreffen am 28. und 29. Mai im Haus Maria Lindenberg/St. Peter

            Regionalversammlung

            Regionalrat - Tagesordnung

            Prof. Dr. Richard Hartmann:

            Gott im Wort  -  Sprechversuche im Geheimnis

            Gott ist ganz anders (nach Ps 14)

            Wie vom Geheimnis sprechen: Die „Negative Theologie“

 

Die Jahresberichte der Gruppen:

            Bibelkreis Freiburg (Winfried Hagenmaier)

            Gruppe 2 Freiburg (Josef Jurina)

            Stadtgruppe Konstanz (Klaus Keller-Uhl)

            Stadtgruppe Villingen (Friedrich Bettecken)

 Zum Tod von Joseph Löffler (Reinhard Sendele)

 Personalia

 Jahresrechnung 2010

 Regionalleitung

 KSJ (Diözesanleitung)

 Rundbriefredaktion

 

Rundbrief 2011 Region Südbaden - Text

 

Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen

im Bund Neudeutschland

Region Südbaden

Rundbrief 37

Jahrgang 26   September 2011

 

 

Liebe Bundesgeschwister,

 

schon wieder ist ein Jahr um, und der Regionalbrief muß geschrieben werden.

Beginnen möchte ich mit einem Gedicht  - Was Leben ist -  von Phil Bosmans

 

Was Leben ist

 

Leben heißt:

Menschen und Dinge umarmen

und wieder loslassen,

daß sie grünen und blühen

vor Gottes Angesicht.

Leben heißt:

Dankbar sein für das Licht

und  die Liebe,

für die Wärme und Zärtlichkeit,

die in Menschen und Dingen

so einfach gegeben sind.

Leben heißt:

Alles ansehen als Gottes Gabe,

alles seine Gabe sein lassen,

nichts und niemanden besitzen

und jauchzen über den Stern,

der vom Himmel fällt.

 

Je älter wir werden, desto eher wissen wir, daß die vielen Kleinigkeiten des Alltags, die kurzen Begegnungen in der Familie, unter uns und mit Freunden, und die Freude über Unverhofftes das Leben ausmachen, eine Gabe vor Gottes Angesicht.

 

Auch in diesem Jahr haben wir viel erlebt im persönlichen Umkreis und in unseren Gruppen.  Viele bewegende Themen haben wir bearbeitet, wie das 2. Vatikanische Konzil mit Bbr. Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff. Er zeigte uns, daß  im Rückgriff auf diese Texte Lösungen auch für unsere heutigen Probleme in der Kirche gefunden werden könnten. 

Wir alle erwarten den Dialogprozeß in unserer Diözese und unter den katholischen Christen in Deutschland, der offen und weitherzig geführt werden muß. Wir wollen uns mit unseren Vorstellungen von Kirche, dem Volk Gottes hier auf Erden, einbringen.

Nach dem Thema: „Kunst in der Kirche“ - in Hegne trafen wir uns in diesem Jahr auf dem Lindenberg zum Regionaltreffen zum Thema: „Gott im Wort  -  Sprechversuche im Geheimnis“  mit Bbr. Prof. Richard Hartmann.

Das lebendig und intensiv vorgetragene Thema, der schöne Tagungssaal, die Sonne draußen, die Gespräche während der Pausen in frischer Luft und mit einem herrlichen Ausblick  machten diese Tagung zu einem Erfolg.

Vorträge von Prof.  Dr.  Eberhard  Schockenhoff und von Prof. Richard Hartmann könnt ihr in gekürzter Form in diesem Heft lesen.

Eure Mercedes

 

Liebe Bundesschwestern, liebe Bundesbrüder,

Im März dieses Jahres hat die Katholische Akademie Freiburg in der Reihe ihrer Tagungsberichte das zweite Vatikanische Konzil mit dem Band „Aggiornamento im Erzbistum Freiburg“ in Erinnerung gebracht. 54 Zeitzeugen und Zeitzeuginnen berichten davon, wie sie das Konzil (11.X.1962 bis 8.XII. 1965) wahrgenommen und sich für die Bekanntmachung und die Verwirklichung seiner Beschlüsse eingesetzt haben. Schon die Ankündigung durch Papst Johannes XXIII. war eine große Überraschung und hat zu einem echten Erwachen unserer Kirche geführt. 

Inzwischen wissen wir, was es bedeutet, dass im Laufe der 2000 jährigen Kirchengeschichte es noch nie ein Konzil gegeben hat, das nicht (auch) zu heftigen Auseinandersetzungen um die Deutung der Konzilsbeschlüsse und zur Spaltung geführt hat.

 

In gut einer Woche (es ist heute der 17. September) kommt Papst Benedikt XVI. auch nach Freiburg. Ich denke, dass es wirklich anregend sein wird, seine Gedanken, die er in Berlin, Erfurt und Freiburg vortragen wird, mit den Texten des Zweiten Vatikanums zu vergleichen und so Anregungen für den Dialogprozess zu gewinnen, der nicht nur in der  deutschen Kirche neue Impulse setzen soll.

 

Mich persönlich haben in der Zeit nach dem Konzil, außer den Konstitutionen zu den Themen: Liturgie, Kirche in der Welt und Offenbarung, vor allem die Dekrete über den Ökumenismus, die Religionsfreiheit und unser Verhältnis zu den Juden beschäftigt.

 

Papst Johannes XXIII. hat am 24. Mai 1963 kurz vor seinem Tod in Anwesenheit von Kardinal Cicognani und Mrg Dell' Accqua folgende großartige Äußerung gemacht:

„In Gegenwart meiner Mitarbeiter will ich das Glaubensbekenntnis sprechen …

Jetzt sind wir mehr als jemals - sicher mehr als in den vergangenen Jahrhunderten - aufgerufen, dem Menschen zu dienen, insofern er Mensch ist, und nicht nur den Katholiken; zuerst und überall die Rechte der menschlichen Person zu verteidigen und nicht nur die Rechte der katholischen Kirche. 

Wie ich es in meiner Eröffnungsansprache zum Konzil gesagt habe: die heutige Situation, die Erfordernisse der letzten fünfzig Jahre, eine tiefere Kenntnis der (christlichen) Lehre haben uns vor eine neue Realität geführt. Das Evangelium hat sich nicht geändert, wir fangen an, es besser zu verstehen.

Wer wie  ich 20 Jahre im Orient und acht Jahre in Frankreich verbracht hat und verschiedene Kulturen und Traditionen erleben konnte,  weiß sehr gut, dass der Zeitpunkt gekommen ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die positiven Möglichkeiten  zu ergreifen und weit voraus zu schauen“.

 

Ich möchte nachdrücklich dazu ermutigen, dass wir - zum großen Teil selbst Zeitzeugen und Zeitzeuginnen - in unseren Buchbeständen wieder einmal nach Konzilsliteratur greifen und bei unseren Zusammenkünften mit den Bundesgeschwistern den einen oder anderen Konzilstext  genauer anschauen.

 

Freundliche Grüße.  Euer Konrad

 

 

 

Gemeinsames Besinnungswochenende der Regionen Südwest und Südbaden mit Karl Weich SJ am 11./13. 3. 2011

 

Hartmut Lehmann, der Leiter der Region Südwest, hat uns dankenswerter Weise seinen Bericht zum Abdruck zugeschickt.

Zum diesjährigen Besinnungswochenende, das erstmals im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt stattfand, trafen sich etwa 40 Bundesgeschwister aus Südbaden und der Südwest-Region zum Thema:

           

Übergänge - Brennpunkte der Glaubensgeschichte.

 

Am Freitagabend begrüßte der Regionalleiter Südwest die Angereisten, in dem schön gelegenen und freundlichen Bildungshaus, machte sie ein wenig mit der Geschichte des Hauses bekannt und gab nähere Informationen zur Veranstaltung. Eine kurze Abendandacht in der Kapelle des Hauses schloss die Begrüßung ab, und es folgte ein gemütliches Beisammensein im Keller des Hauses, wo sich wieder die Teilnehmer in angeregter Runde austauschen konnten.

Am nächsten Morgen nahm der thematische Teil der Veranstaltung, nach einem Morgenlob, gestaltet durch die Südbadische Region, seinen Anfang.

 

 

 

 

(Zitat Karl Weich)

Karl Weich SJ erklärte, wie sehr ihn die Ausstellung über Konstantin I. in Trier angeregt hatte, die zweieinhalb ersten Jahrhunderte der Kirche näher anzuschauen. So kam es dann zu der Formulierung „Übergänge“ – denn, tief greifende, die Verkündigung berührende Übergänge in der Theologie und ihren tragenden Theologen hat es ja gegeben.

 

Ein bedeutender Übergang war der in den hellenistischen Kulturraum hinein, sobald die Botschaft aus der jüdischen Welt in eine hellenistisch geprägte Gemeinde hinein reichte. Sie  erreichte Menschen, die aus jenem Lebensgefühl lebten, ohne von der Geschichte Israels berührt zu sein. Bezeichnend für solche Übergänge ist ein  Zitat aus einem Dialog des Klemens von Alexandrien († vor 215) mit einem Nicht-Christen: „Komm, ich will dir den Logos und die Mysterien des Logos zeigen und sie dir mit den Bildern erklären, die dir vertraut sind“.

 

Solche Übergänge waren das Heraustreten der Verkündigung aus dem Raum Israels, das Verdolmetschen der Gestalt Jesu durch Paulus sowie der Einfluss der platonischen Philosophie zum Verständnis Jesu, die Sammlung des katholischen Traditionsgutes unter Augustinus und schließlich die Interpretation der theologischen Überlieferung durch das Werkzeug der aristotelischen Philosophie

 

Natürlich konnten nur kleine Akzente aufgezeigt werden – Umfassendes zu sagen wäre letztlich eine Anmaßung (cit.) gewesen. Es waren theologische „Lockerungsübungen“!

 

So wurden durchaus die Kreuzestheologie des Paulus aus dem Römerbrief  und die Rechtfertigung aus dem Glauben heraus Gegenstände des Nachdenkens: Das Bild des Menschen bei den Platonikern und die Nicht-Wertung des Materiellen.  Bei Augustinus war es die „Mystik der Barmherzigkeit“ Gottes und die Abwendung von den zeitgenössischen ethischen Normen für das gelungene Mensch-Sein durch die Gnadenzuwendung Gottes. Bei Thomas interessierte die Sicht des Menschen als ein Ganzes aus Geist und Materie.

 

Akzente  - keine Darstellungen eines jeweiligen Gesamtwerks. Aber Einflüsse bis in unsere Tage wurden besprochen:

 

Z.B. die Deutung des Kreuzestodes Jesu als erlösende Tat Gottes (Röm. 3,17) Dass es auch andere Deutungen der Erlösung gegeben hat und geben kann, zeigt die Antwort eines frühen lateinischen Theologen auf die Frage, ob wir auch erlöst wären, wenn Christus nicht am Kreuz gestorben wäre? Antwort:  JA, denn „incarnatione redempti sumus“ (= durch die Menschwerdung sind wir erlöst).

Z.B. Wie kann man einen zentralen Text bei Paulus in einer  inneren Logik verstehen:

 

„Ich schäme mich des Evangeliums nicht, es ist Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offen­bart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: der aus Glauben Gerechte wird leben.(Röm 1,16-18) ?

 

Auf dem Hintergrund der Geschichte des Christentums sehen wir, wie heute viele Formen der gewachsenen theologischen Sprache und tragende Strukturen in der Kirche abhanden kommen und sich verflüchtigen. Eine geschlossene, alles durchdringende Philosophie in unserer Gesellschaft haben wir nicht – wen sollte ein Klemens von Alexandrien heute ansprechen und wie sollte er es tun? Was sind die Eckpunkte („Bilder“) eines in der Gesellschaft  geteilten Verständnisses des Menschen heute?

- Wie müssen wir unseren Glauben neu durchdenken?

- Welche Sprache finden wir?

- Wie bewahren wir die über die Jahrhunderte überlieferte christliche Identität?

                                   -           (Ende Zitat Karl Weich) -

 

Ein im Sinne der Gesamtthematik von Karl Weich gestalteter Gottesdienst rundete diesen theologisch anspruchsvollen Tag ab.

Auch an diesem Abend konnten die Teilnehmer wieder, unter Einbeziehung der Tagesgäste, in gemütlicher Runde den Tag ausklingen lassen.

 

Der abschließende Sonntag widmete sich unter der engagierten Leitung von Bbr. Frank Nesselhauf dem Thema “Oase des Weltfriedens“, einer Vision über den Frieden der Religionen, der Mächte und der sozialen Schichten der Welt.  Deren Gebäude/Zelte/Kennzeichen sind wie auf einem Spielfeld auf einem 300m x 300m großen Areal angeordnet und mit viel Symbolgehalt versehen. Der Gedanke dahinter ist, dass die Besucher aus allen geografischen und weltanschaulichen Richtungen zusammen kommen, um miteinander  Zeichen für friedliches Miteinander zu geben.

In dieser Hinsicht griff seine Vorstellung dieses Projekts die Begriffe von Frieden und Gerechtigkeit auf, die auch Karl Weich als Ziele der Gott-Mensch – Beziehung genannt hatte. Wenn Gerechtigkeit herrscht, ist die Voraussetzung für Frieden gelegt.

Das Besinnungswochenende, wurde von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Es wird auch im nächsten Jahr am gleichen Ort stattfinden. Das Datum liegt mit dem 2. Märzwochenende (09.-11.03.2012) bereits wieder fest. Die beiden Regionsleitungen bitten alle Interessierten schon jetzt, den Termin vorzumerken. Die Einladungen werden mit dem letzten Rundbrief 2011, der Anfang Dezember erscheint, mit Anmeldetermin Ende Dezember 2010 (!) versandt.

 

                                                                                                                     

 

Wohin geht die Kirche?

Zum Streit um die authentische Interpretation des 2. Vatikanischen Konzils

Vortrag von Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff am 18. März 2011  im Pfarrsaal von St. Cyriak und Perpetua

 

Bisher wurden Konzilien immer einberufen, wenn ein Schisma die Kirche zu spalten drohte. Bei allen diesen Konzilien wurden deshalb Dogmen verabschiedet, die einen bestimmten Glaubensinhalt definieren und so ein Schisma   verhindern sollten. Das Tridentinum definierte den Glauben neu in Abgrenzung zu den reformatorischen Kirchen. Das 1. Vatikanische Konzil wurde nach der Napoleonischen Zeit einberufen. Der Papst hatte seine weltliche Macht verloren, das Dogma der Unfehlbarkeit und der Jurisdiktionsprimat stärkten die geistliche Macht des Papsttums. Das 2. Vatikanische Konzil, das Papst Johannes XXIII. einberief, war ein pastorales Konzil, es gab kein Schisma und es wurde auch kein Dogma verabschiedet, das war neu. Zu dem Konzil kamen über 2000 Bischöfe aus allen Teilen der Welt (im Vergleich dazu waren beim 1. Vatikanum nur 500 Bischöfe ) . Gleich zu Beginn gab es einen Eklat, die Bischöfe waren nicht gewillt, über die von der Kurie ausgearbeiteten Papiere abzustimmen. Sie bildeten Arbeitsgruppen mit Beratern, in denen sie zu den verschiedenen Themen arbeiteten. Zwei wichtige Begriffe prägten das Konzil, einmal „ Aggiornamento“( ital. ), das bedeutet: Verheutigung, Modernisierung, zum anderen „ Ressourcement“ ( franz. ), das heißt: zurück zu den Quellen, zurück zur Schrift und zur Urkirche. Dies ist nur vermeintlich ein Gegensatz, die Konzilsväter wollten aus den Quellen den Glauben für die heutige Welt verstehbar machen, wichtige Glaubensinhalte in heutiger Sprache darlegen. Nach dem Abschluss des Konzils kam es zu einer Wende und Identitätskrise. Zukunftsangst ( Ölkrise, Club of Rome ) bestimmte die Befindlichkeit der Gesellschaft, einschließlich des Kirchenvolkes. So kam es zu einer Rolle rückwärts, zu konservativen Positionen, die die Kurie aufgriff, um die Inhalte der Konzilsbeschlüsse zu relativieren. Dies war auch dadurch erleichtert und möglich, da das Konzil weitgehend ein pastorales war. Die Konzilsdokumente waren weit gefasst, alle Meinungen und Minderheitenvoten wurden darin verarbeitet, so daß diese Breite zu einer Unübersichtlichkeit führte, die zu verschiedenen Auslegungen führte.

Das Konzil wurde von den Progressiven als verfassunggebende Versammlung aufgefasst, die die Kirche modernisieren sollte, und von den Traditionellen als ausschließlich pastoral verstanden, und somit als ganz zeitbedingt. Drei wichtige Neuerungen hat das Konzil gebracht:

 

 

1. Das Offenbarungsverständnis

( Dei verbum ). Die Offenbarung hören alle Menschen, und die Offenbarung ist für alle Menschen da. Es gibt eine Hierarchie der Wahrheiten, die zentrale Wahrheit der Christen ist: Gott ist die Liebe, und deshalb hat er seinen Sohn in die Welt gesandt, um durch sein Dasein, sein Leben, seine Lehre, seinen Tod und seine Auferstehung die Menschheit mit Gott zu versöhnen. Andere Wahrheiten sind nur dann wichtig, wenn sie auf diese grundlegende Wahrheit hinweisen. ( Kirche als 8. Sakrament ). 

In diesem Zusammenhang ist auch das Verhältnis zu den reformatorischen Kirchen und anderen Religionen  neu zu sehen.   Das Heil in Jesus Christus ist für alle Menschen  da. Die katholische Kirche ist Zeichen und Werkzeug für die Vereinigung aller Völker unter dem einen Gott.

 

2. Das Verhältnis Ortskirche Weltkirche. Die Bischöfe und ihre Gemeinden sind Ortskirche in der Universalkirche. Die Bischöfe sind selbstständig und haben die originäre Vollmacht, in ihrer Ortskirche ( Diözese ) pastoral zu handeln. Diese Freiheit wurde durch das Kirchenrecht wieder eingeschränkt. Auch wird der Bischof nicht vom Domkapitel  der Diözese direkt gewählt, sondern – so meist in Deutschland  - aus einer von Rom geschickten Dreierliste ausgesucht. Das bedeutet, heute sind die Bischöfe wieder streng an die hierarchische Ordnung und an Rom gebunden.     

 

3. Religionsfreiheit. Vor dem Konzil wurden vermeintliche Irrtümer der Moderne abgelehnt, und damit auch die Menschen, die diesen Irrtümern anhingen, verdammt. Jetzt erkennt die Kirche das Freiheitsrecht der Menschen an. Das Freiheitsrecht ist ein natürliches Recht des Menschen, das in der Würde der menschlichen Natur angelegt ist. So muß ich nach meinem Gewissen entscheiden, was ich glaube, welcher Religion ich angehören will oder, ob ich  keiner zugehörig bin.

Anschließend wurden folgende Themen diskutiert:

1. Liturgiereform, Tridentinische Messe

2. Bischöfe und ihre Möglichkeiten

3. Und wie geht es nun weiter?

 

Mercedes Nettesheim

 

 

 

 

 

Das Regionaltreffen am 28. und 29. Mai im Haus Maria Lindenberg/St. Peter

 

Wieder einmal war das diesjährige Regionaltreffen dank der gekonnten Regie unserer Regionalleiterin sowohl vom Thema als auch vom Tagungsort her ein absolutes Highlight. 42 Teilnehmer, darunter einige in den letzten Jahren seltene Gäste, ließen sich auf den Lindenberg locken und waren sowohl mit dem Wetter als auch mit der Thematik und dem Referenten mehr als zufrieden. Die gute Verpflegung tat dazu ein Übriges. Von dem 720 m hohen Höhenrücken namens Lindenberg, der sich von St. Peter aus südwärts erstreckt und auf dem neben der alten Wallfahrtskapelle das Bildungs- und Tagungshaus der Erzdiözese Freiburg liegt, konnte man einen einmaligen Blick in das Unteribental und das Dreisamtal bis hin nach Freiburg genießen. Wer etwas höher stieg, sah sogar den Kaiserstuhl und im Dunst die Vogesen.

„Gott im Wort – Sprechversuche im Geheimnis“ lautete das Thema. Referent war unser Bundesbruder Prof. Dr. Richard Hartmann, Inhaber des Lehrstuhls für Pastoraltheologie in Fulda.

 

Am Abend fand eine Regionalversammlung statt. Anwesend waren 23 Mitglieder. Entsprechend der Regionalordnung  Nr. 5c wurden gewählt:

Dr. Mercedes Nettesheim, Regionalleiterin (einstimmig mit 1 Enth.)

Helmut Leist, Stv. Regionalleiter (dto.)

Konrad Hauser, Geistlicher Leiter (dto.)

Dr. Winfried Hagenmaier, Kassenwart (dto.)

Zum Regionalrat zugewählt wurden: Dr. Hans Christes, Maria Hagenmaier, Dr. Victor Mohr, Kurt Pisters, Johanna Pölzl und Sigrid Schwach (in cumulo, einstimmig bei 2 Enth.).

Im Anschluss an die Neuwahlen durch die Regionalversammlung fand ein Regionalrat statt.

Beginn: 19.39 Uhr, Ende: 20.50 Uhr.

Anwesend: Johannes Christes (zugewählt), Maria Hagenmaier (zugewählt), Winfried Hagenmaier (Kassenwart), Konrad Hauser (Regionalkaplan), Josef Jurina  (Gruppe 2), Klaus Keller-Uhl (Gruppe Konstanz), Helmut Leist (Stv. Regionalleiter), Mercedes Nettesheim (Regionalleiterin), Horst Neumann (Stadtgruppe Freiburg) und Johanna Pölzl (zugewählt).

Entschuldigt. Friedrich Bettecken (Gruppe Villingen), Victor Mohr (zugewählt), Kurt Pisters (zugewählt) und Sigrid Schwach (zugewählt). 

Kein Vertreter der KSJ anwesend.

 

Tagesordnung

 

1.      Begrüßung (Mercedes Nettesheim) und Wahl Winfried Hagenmaiers zum Schriftführer.

2.      Kurzberichte aus den Gruppen. Näheres s. S. 14-16.

3.      Bericht über den KMF-Rat durch Mercedes. Näheres s. Hirschberg 06/2011 S. 364/365.

4.      Kassenbericht 2010 durch den Kassenwart. Der Regionalleiterin und dem Kassenwart wurde Entlastung erteilt (einstimmig mit Enthaltung der Betroffenen). Siehe auch S. 19.

5.      Kurze Darstellung des Internet-Auftritts der Region durch Helmut Leist mit der Bitte um Beiträge.

6.      Bundesfest 2011 am 10. 12. Im Pfarrsaal von St. Urban. Referent: Johannes Röser, Chefredakteur von „Christ in der Gegenwart“. Thema: „Unterwegs zu einem neuen Glaubenskonzil. Probleme, Fragen, Perspektiven.“

7.      Regionaltreffen 2012 am 5./6. Mai in St. Trudpert. Referent: Prof. Dr. Bernhard Uhde. Stichworte: Geist, Seele, Leib.

8.      Referentenvorschläge für Regionaltreffen nach 2012: Ottmar Fuchs, Gisbert Greshake, Klaus Nientiedt u. a.

9.      Sonstiges: Aus aktuellem Anlass Diskussion über die künftige Beteiligung unserer Region am gemeinsamen Besinnungswochenende mit der Region Südwest nach 2012. Das nächste Treffen findet am 11./12. 3. 2012 in Rastatt statt.  Referentin: Dr. Elisabeth Schieffer. Arbeitstitel: „Das Scheitern Gottes“.

W. H.

 

Gott im Wort  -  Sprechversuche im Geheimnis

Unser Bundesbruder und Referent Prof. Dr. Richard Hartmann begann die Tagung mit dem Gedicht von Friedrich Nietzsche „Dem unbekannten Gott“ und der Litanei von der Gegenwart Gottes (GL. 764 ) von Huub Oosterhuis und zeigte schon so die beiden Pole, wie wir von Gott sprechen können, einmal von dem großen Unbekannten oder in der persönlichen Anrede mit den Fragen: „Wer bist du, wo bist du, und wer bist du für mich und die Menschen?“  und bat uns daraufhin: „Zeig mir deinen Gott!“

Bei all den verschiedenen und vielfältigen Bildern, Gott ist anders, so in der Nachdichtung nach Psalm 14.   Wir können ihn nicht berechnen, einordnen,--- er läßt sich verachten, verleugnen, verlachen, ---   und doch läßt er sich  hören, suchen und finden.

In kleinen Runden sprachen wir über Ex. 20,2-4, das Bilderverbot und über den Text: Gott ist anders,  s. u .

Wir brauchen Bilder, aber wir müssen wissen, daß das Bilder sind und Gott der ganz andere ist. Wir dürfen die Bilder nicht mit Gott verwechseln. Gott übersteigt alles. So vielfältig die Menschen sind, so vielfältig sind die Bilder von Gott. Wir können Gott auch in unserem Nächsten erkennen. Wir müssen viele Bilder in uns aufnehmen und Gott ummalen, Gott ist wie ---- und Gott nicht zu abstrakt denken. Ein Bild darf nicht einengen und so zur Häresie führen.

Nach den Gesprächsrunden betrachtete Richard einzelne Bibelstellen, die Aussagen zu Gott enthalten.

1.    Gen. 32, 23-33  - Jakobs Kampf mit Gott

Jakob ringt in der Nacht mit Gott. Das Ringen ist anstrengend, macht Angst, der Ausgang ist ungewiß. Gott wird aber mit Jakob nicht fertig, Jakob erzwingt sich den Segen und erhält den Namen Israel – Gottesstreiter, Gott nannte seinen Namen nicht.

2.    In Gen. 3,14  nennt Gott Moses seinen Namen: Ich bin da. Moses steht mit nackten Füßen vor dem brennenden Dornbusch – einem heiligen Ort. „Ich bin da“ ist kein Name, vielmehr eine Zusage: „Ich bin bei euch, stehe euch bei.“  Leid und Unglück sind nicht sinnvoll, aber erst Jesus weitet den Blick in der Auferstehung nach dem Kreuz, der Tod hat nicht das letzte Wort.

3.    In Ex. 33, 18 – 23 kann Moses Gott nur von hinten sehen. Moses fordert Gottes Treue für sein Volk und sich ein, deshalb will er Gott sehen, das ist aber nicht möglich. Er sieht nur Gottes Rücken. Erst mit Jesus macht sich Gott erfahrbar, „Wer mich sieht, sieht den Vater“, das wird auch in Joh. 1,18 ausgesagt.

4.    In 1 Kön. 19, 8 -13  ist Elija auf der Flucht, weil er leidenschaftlich zum Gott Israels gehalten hat. Elija findet Gott nicht im Sturm, Feuer, Erdbeben, sondern im leisen, sanften Säuseln des Windes, in der Stille macht sich Gott erfahrbar. Das ist auch die Tradition des Karmels, Gott in der Stille zu suchen.  Hier stellt sich die Frage der Theodizee. Darf es Gott überhaupt geben, bei all dem Leid der Welt ( Erdbeben), das nicht von Menschen verursacht ist?

5.     Ijob fragt in Ijob 28, 12 – 28  nach der Weisheit. Man kann die Weisheit nicht kaufen, Gottes Glauben und Nähe kann der Mensch auch nicht kaufen. Die Weisheit ist bei Gott. Die ( Ehr ) furcht vor Gott ist Weisheit und weil ich Gott glaube, meide ich das Böse.

6.      Nach  1.Tim.  6, 13 – 16  wohnt Gott im unzugänglichen Licht, daher ist Gott vielleicht nur abstrakt darstellbar.

7.      In 1. Kor. 2, 1f.  verkündet Paulus den Gekreuzigten, als das Zeugnis Gottes.

8.    Und in Röm. 8, 11 spricht Paulus von der Hoffnung der Auferstehung, dieser Glaube ist ein Wagnis und eine Hoffnung, auf die wir uns einlassen können.

 

Gott ist ganz anders

 

Gott du bist anders                                           Gott du bist anders

als wir denken                                                  als wir denken

immer wieder  anders                                        immer wieder anders

du lässt dich nicht                                                        du lässt dich

            berechnen                                                                   hören

            einordnen                                                                    suchen

            gebrauchen                                                                 finden

            unterbringen                                                                fragen  

            aussuchen                                                                   rufen

            vergleichen                                                                  loben

            wählen                                                                         bitten

            beweisen                                                                     lieben

durch uns Menschen                                         durch uns Menschen

                                                                                 

                                                                                  ( nach Ps. 14 )

           

 

 

 

Wie vom Geheimnis sprechen  - Unser Thema!

Wir kommen von einer ganz anderen Seite auf unser Thema zurück –

Richard stellt  uns die negative Theologie vor.

 

Im 19. Jahrhundert herrschte die positive Theologie vor, es entstanden die vielen Katechismen. Darin wurde genau gesagt, wie Gott ist, und zwar in einem  Frage  - Antwort – Stil. So wurde ein harmloser Gott gelehrt.

Die negative Theologie dagegen weiß, daß wir über Gott nichts wissen können, sie ist eine demütige Theologie. Schon Augustinus wusste: „Wenn du es begreifst, ist es nicht  Gott“ und „unruhig ist mein Herz bis es ruht in Gott.“ In dem Sinn begegnen auch die Mystiker Gott.

Gott ist nicht definierbar (finis = Grenzen). Negative Theologie sind Gedankenfetzen, Sprechversuche und Gebete, sind ätzende Kritik und gezielter Protest von Menschen, die in der falschen Welt die ganze andere nicht preisgeben wollen.  (Andreas Benk )

Deshalb ist die Weitergabe des Glaubens – als wäre Glauben ein Paket, so schwierig.  Die negative Theologie weiß aber auch, daß Schweigen von Gott keine Lösung ist, denn das Schweigen unterstützt die bestehende Unvollkommenheit und das Unrecht und es passiert nichts mehr, der Glaube würde verdunsten.

Die vielfältigen Gesprächsversuche über Gott beginnen schon im Evangelium – wir haben 4 Evangelien – also 4 Darstellungen oder Deutungsversuche, über Gott und Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen,  zu sprechen.     

Das Lehramt der Kirche muß von Gott in Bildern und Sätzen   sprechen, um den Gläubigen das Geheimnis näher zu bringen. Die Gefahr ist der Subjektivismus: nur mein Gott ist wahr und der Mißbrauch, Gott ist für meine eigenen lebenspraktischen Zwecke da. Diese Subjektivität darf nicht als Objektivität verkauft werden. Solche Einengungen führen zum Fanatismus. Aussagen wie „Gott ist die Liebe“, engen ein- wo ist er dann in Not und Unglück? Der liebe Gott ist auch ein harmloser Gott.

Wir müssen in Gemeinschaft glauben, d. h. wir müssen  von anderen etwas hören, miteinander reden und zusammen Liturgie feiern.

Das Credo ist ein Symbolon. Es wurde in der frühen Kirche den Getauften zugesprochen.

Die negative Theologie sagt ein doppeltes Nein.

Sie sagt zum einen Nein zu einer theologischen Tradition, die überfrachtet ist mit dem Anspruch, über Gott so sehr Bescheid zu wissen, daß sie unablässig in Behauptungssätzen von Gott redet. Zum anderen sagt sie Nein zu einer Position, für die ein Gottesverhältnis nur sinnvoll ist, wenn es lebenspraktischen Zwecken dient, so wird Religion zur Werteinstanz und Gott , der Unbegreifliche, herabgemindert.

Gott ist es wert, daß wir um seiner selbst willen zu ihm ins Verhältnis treten. Nur mit leeren Händen können Menschen nach jener Wirklichkeit greifen, von der sie hoffen, daß sie ihrerseits von ihr ergriffen werden.

Friedrich Dürrenmatt:  --- die Theologen sind die wahren Don Quijotes dieser Zeit. Was gibt es größeres, als ein Don Quijote zu sein: Don Quijote als einer, der fähig ist, sich selbst als Reisenden, Irrenden und Fragenden zu begreifen

Auch wir sind Reisende, Irrende und Fragende und müssen uns die Offenheit  zu Gott bewahren.

Das wird auch in folgender Geschichte verdeutlicht.  Zum Rabbi kommt ein trauriger Schüler und sagt: „Die anderen Schüler sind gemein!“ Auf die Frage „Warum?“, erzählt der Schüler: „Ich habe mich sehr gut versteckt, ein Weilchen suchten mich die anderen, dann gaben sie auf und gingen weg.“  „Sei nicht traurig“, erwiderte der Rabbi, „auch Gott hat sich gut versteckt und keiner sucht ihn.“

 

Zur Geschichte der negativen Theologie

Schon im Johannesevangelium heißt es: „Niemand hat Gott gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, hat Kunde gebracht.“

Grundlegende Aussagen zur negativen Theologie machte Ende des 5. Jahrh. Dionysius Areopagita und im Mittelalter Nicolaus Cusanus. Sie formulierten das Nichtwissen über Gott  und sprachen von der unendlichen Größe Gottes.  Über Gott kann nur in einer Einschränkung gesprochen werden, die nichts über Gott aussagen kann. Gott ist immer der ganz Andere.

 Das 4. Laterankonzil (1215) formulierte diese Erkenntnisse für die Kirche.

Die Aussagen sind ein Glaubensbekenntnis, das die unermessliche Größe Gottes zum Ausdruck bringt. Wir leben in Zeit und Raum, deshalb können wir nur bruchstückhaft von Gott reden, denn er ist und existiert außerhalb von Zeit und Raum, dies übersteigt unsere Vorstellungen.

Gott ist ewig, unermesslich, unbegreiflich, allmächtig und unaussprechlich.

Wir und unsere Kinder aber brauchen Bilder, wir müssen aber wissen, daß diese Bilder nicht die Wirklichkeit Gottes abbilden. Wir müssen aber weiterhin um der Menschen willen auf der Suche nach Gott sein, wenn er sich auch gut versteckt.  S.o. Geschichte vom Rabbi.

 

Am Sonntag feierten wir gemeinsam Eucharistie, in der von unserer Hoffnung gesprochen wurde: „Gebt Auskunft von eurer Hoffnung, wenn ihr gefragt werdet.“

In der Abschlußrunde gab uns Richard noch praktische Hinweise für unser tägliches Leben.

 

Bücher:

Der Glaube, erschlossen und kommentiert von Hubertus Halbfas

Walter Schulz: Metaphysik des Schwebens: Zur Geschichte der Ästhetik, 1985

Lehmann, Karl (Hg.) Vor dem Geheimnis Gottes den Menschen verstehen

Halbmayer, Alois, Hafner, Johann Ev. : Negative Theologie heute? Zum aktuellen Stellenwert einer umstrittenen Tradition. Herder 2008

Benk, Andreas: Gott lässt sich nicht begreifen. Publik Forum (2008) H. 19

Höhn, Hans-Joachim, Striet, Magnus: Ist Gott verloren gegangen? Publik Forum (2009) H. 16

Fuchs, Ottmar: Im Raum der Poesie: Theologie auf den Wegen der Literatur. Ostfildern: Grünwald 2011

 

            Mercedes Nettesheinm

 

 

Die Jahresberichte der Gruppen:

 

1.)   Bibelkreis Freiburg (Winfried Hagenmaier)

 

Generell gilt das Gleiche wie im Vorjahresbericht.  Außer gemeinsamen Veranstaltungen mit der Gruppe 2 (s. dort) fanden eigene Treffen statt: Dabei ging es im September anhand eines Artikels aus dem „Christ in der Gegenwart“ um die Priesterfrage (Einführung Winfried Hagenmaier). Nach der Programmplanung im Januar 2011 sprach Bsr Waltraud Boelte im Februar zu dem Thema: „Das Traditionschristentum hat ausgespielt – Gedanken von Madeleine Delbrêl.“ Im März fand wegen des vom Bundesfest 2010 nachgeholten Vortrags von Bbr. Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff keine eigene Veranstaltung statt. Im Juni beschäftigten wir uns mit der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung (Einführung durch Herbert Burger). Einige Bundesgeschwister brachten wichtige Erfahrungen ein.

 

 

2.)   Gruppe 2 Freiburg (Josef Jurina)

 

Zur Gruppe 2 der KMF-Gruppe Freiburg gehören ca. 30-35  Frauen und Männer, überwiegend auch förmlich KMF-Mitglieder. Sie treffen sich in der Regel einmal im Monat, wenn es geht im Haus eines der Mitglieder. An den einzelnen Treffen nehmen ca. 15-25 Mitglieder teil.

 

Im Berichtszeitraum waren Sprecher der Gruppe 2:

Jurina, Josef, Keltenstr. 3, 79117 Freiburg; Email: josef.jurina.drop-this@ignore-this.drop-this.ignore-this.gmx,de; Tel. 0761/67273. Stellvertreter: Pisters, Kurt, Höllentalstr. 62, 79117 Freiburg; Email kurtpisters.drop-this@ignore-this.hotmail.drop-this.ignore-this.de, Tel.: 0761/63038.

 

Die Arbeit der Gruppe begann im September 2010 mit dem 7. deutsch-französischen Treffen von katholischen Frauen in Waldkirch, zu dem auch die Mitglieder der Gruppe 2 eingeladen waren. Kontaktmöglichkeiten „über die Grenzen“ – in die Schweiz und ins Elsaß – sollten wir weiter im Auge behalten.

 

Am 24. September sollte - angeregt durch das Regionaltreffen im Mai 2010 in Hegne - ein Treffen mit dem Leiter des Erzb. Bauamts Freiburg zum Thema „Wie kommt die Kunst in die Kirche?“ stattfinden. Dieser Termin musste kurzfristig abgesagt werden, weil an diesem Tag die Beerdigung von Konrad Maier, der am 19. September verstorben war, stattfand. Der für die meisten von uns überraschende Tod von Konrad hat uns alle sehr bewegt. Konrad Maier gehörte zu den besonders profilierten Mitgliedern unserer Gruppe. Noch im März 2010 gestaltete er für uns einen Abend zum Thema „Armut in der Wohlstandsgesellschaft“, der neue Gesichtspunkte formulierte und eine engagierte Diskussion auslöste. Seine Frau Margit hat uns einen Hinweis für das Gedenken an Konrad Maier gegeben: „…Wir können sein Andenken bewahren und es weiterleben lassen“.

 

Im Oktober traf sich die Gruppe mit dem Stellvertretenden Leiter des Instituts für pastorale Bildung unserer Erzdiözese, Herrn Kramer, zu einem Abend mit dem Thema „Fragen haben  und Antworten suchen: Die Verantwortung der Christinnen und Christen für die Kirche“. Im November fand eine gemeinsam mit dem Bibelkreis durchgeführte Veranstaltung statt. Frau Dr. Barbara Henze von der Theologischen Fakultät Freiburg referierte zum Thema „Geschichte der Juden in Freiburg“. Beendet wurde das „Gruppenjahr“ mit dem jährlichen Adventssingen. Wie immer lag die musikalische Gestaltung dieses Abends bei Ute und Wolfgang Hiller, die trotz des furchtbaren Verlustes, den sie durch den Unfalltod Ihres Sohnes Tobias erlitten hatten, ihrer Gruppe auch in diesem Jahr diesen  Dienst leisteten.

 

Im Januar 2011 fand bei Irene und Uwe Soltesz der traditionelle „Programmabend“ statt. Im Februar traf sich die Gruppe bei Doris und Johannes Christes. Josef Jurina informierte über das Thema „Wie finanziert die Kirche ihre Arbeit?“.

Im April hat Erich Schmitz  zum Thema „Aktuelle Diskussion über Bildungsfragen“ informiert. Er lud die Gruppe hierzu in „sein“ Friedrich-Gymnasium ein, das er zum Schuljahresende als Schulleiter verließ, um in den Ruhestand zu gehen. Er hat zunächst das Friedrich-Gymnasium, vorgestellt und auf diese Weise einen Einblick in die Arbeit eines modernen Gymnasiums gegeben. Es schlossen sich viele Fragen der Teilnehmer an. Zum Schluss wurden wir durch das Schulgebäude geführt und lernten so ein Beispiel dafür kennen, wie man ein historisches Gebäude für eine "moderne" Nutzung gestalten kann

Am 20.Mai 2011 fand - zusammen mit dem Bibelkreis - ein Abend statt, der die Diskussion über die gegenwärtige Situation der Kirche, die uns immer wieder beschäftigt, weiterführte. Die Leitung eines engagierten Gesprächs lag bei Hans-Heiner Boelte. Das Thema war bewusst etwas provokativ formuliert: "Kirche? - Jetzt erst recht".

Am 29. Juli 2011 traf sich die Gruppe - wiederum zusammen mit dem Bibelkreis - zu einem Abend mit unserem Bundesbruder Valentin Dewald, der auch aus dem Hirschberg als "Strahlenschützer" bekannt ist, zu dem Thema "Ethik in der Kernenergie". Vortrag und Diskussion warfen viele neue Fragen auf, die vorher so nicht gesehen wurden.

Am 15. September 2011 fand für alle interessierten Freiburger Bundesgeschwister eine Führung durch Helika Jurina im Freiburger Münster statt  mit dem Thema "Das Freiburger Münster als Ort der Kirchengeschichte". Den Anstoß hierzu gab auch der bevorstehende Besuch von Papst Benedikt XVI. in Freiburg.    

 

 

3.) Stadtgruppe Konstanz (Klaus Keller-Uhl)

 

9. August 2010  Teilnahme am Gedenkgottesdienst zum 150. Todestag von Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg.

7. September Besuch der Bilderausstellung vom Nachlass Wessenbergs in seinem Domherrenhof.

22. – 24. Oktober Teilnahme an der Tagung der Kath. Akademie der Erzdiözese Freiburg: „Wessenberg als Kirchenreformer. Wie kommen Gott und Welt zusammen.“

4. November Jährliches Carlo-Borromeo-Gedenken im ehem. Priesterseminar Meersburg (31 Teilnehmer aus Konstanz und Oberschwaben).

4. Dezember Unser Bundesfest 2010 im Pfarrzentrum Hl. Dreifaltigkeit und Teilnahme am Gedenkgottesdienst unserer verstorbenen Bundesgeschwister zum 2. Advent.

10. Januar 2011 Weihnachtskrippe in der Dreifaltigkeitskirche, das Werk unseres verstorbenen Bundesbruders Hans Stingl von 1932. – Eine Rückschau.

28. Februar Die Wessenberg-Psalmen im Vergleich mit Übertragungen wie Einheitsübersetzung, Arnold Stadler, Fridolin Stier und Andreas Beck.

28. März Treffen im Konstanzer Münster zur Begehung der Seitenkapellen im nördlichen Seitenschiff..

17. Mai Bodensee-Oberschwaben-Maiandacht in der Pfarrkirche Frickingen.

19. Sept. Besuch der neugestalteten Schatzkammer der St. Stephanskirche.

 

4.) Stadtgruppe Villingen (Friedrich Bettecken)

 

27. 10. 2010 „Das Krankenhaus – Stätte der Heilung oder der Gefährdung?“ (Friedrich Bettecken)

12. 12. Bundesfest mit feierlicher Eucharistie mit Bbr. Herbert Kraft. Treffen im Ginsterweg. Lesung und Diskussion: Giono, „Der Mann, der Bäume pflanzte“ (Friedrich Bettecken).

11. Mai 2011 „Osterfreude?!“ Gedanken zu Ostern und zur österlichen Zeit (Berthold Schuler).

21. Juni „Das Unbehagen an und in der Kirche“ (Einführung Friedrich Bettecken).

 

Zum Tod von Joseph Löffler

                                          12.7.1918 - 16.3.2011

 

Joseph Löffler, ein Urgestein des ND, ist tot. Ein Bundesbruder, der aus der ersten Generation unseres Bundes stammt, schied im März dieses Jahres in seinem 93sten Lebensjahr aus dem Leben.

 

Noch zur Zeit der Weimarer Republik gegen Ende der zwanziger Jahre trat er in seinem Heimatort Bensheim an der Bergstraße in die Jungengemeinschaft des ND ein. Die folgende Nazizeit spielte ihm hart mit. Seine von ihm hochgeschätzte ND-Gemeinschaft wurde aufgelöst und der Eintritt in die Hitlerjugend zwingend empfohlen. Joseph Löffler beugte sich nicht, wurde unter Druck gesetzt und schließlich aus der Oberschule verwiesen. Mit Hilfe gleichgesinnter väterlicher Freunde und Bundesbrüder gelang es ihm, in Berlin einen Studienplatz zu bekommen und ein Ingenieur-Studium zu absolvieren. Ende der dreißiger Jahre bekam er eine Anstellung bei der Firma Dornier in Friedrichshafen. Seine Probleme mit den Nazis blieben auch hier nicht aus. Daher versetzte ihn die Firmenleitung in ein Zweigwerk nach Bregenz, um ihn aus der Schusslinie zu nehmen. Dort übernahm er als Nebenjob die Leitung des Roten Kreuzes und begann eine segensreiche Tätigkeit im sozialen Bereich. Er kam nach den schweren Bombenangriffen mit seinen Helfern nach Friedrichshafen, er half bei Naturkatastrophen, Krankheiten, Unfällen, sowohl in den Alpentälern, wie auch im Bodenseegebiet.

 

Joseph Löffler hatte sich ein so hohes Ansehen erworben, dass er nach dem Krieg ein Haus im Bregenzer Wald kaufen konnte, als dies noch jedem Deutschen verwehrt war. Die Bürgermeister der Gemeinden im Bregenzer Wald setzten sich aus Dankbarkeit zu seinen Gunsten durch.

 

Nach dem Krieg baute Joseph einen Zulieferbetrieb für die Bundesbahn in Westberlin auf.

Trotz der beruflichen Belastung arbeitete er aktiv am Wiederaufbau unserer ND-Gemeinschaft mit. Sein Telefon, sein Auto, selbst seine Wohnung stellte er der damaligen ND-Leitung zur Verfügung. Über die Interzonenautobahn transportierte er oft  verbotenerweise manch lebenswichtige Dinge für Bundesbrüder nach Westberlin.

 

Für unsere Bundestage der Nachkriegszeit stellte er sein großes organisatorisches und technisches Wissen zur Verfügung. Lautsprecheranlagen, Beleuchtungen usw. wurden meist von ihm eingerichtet und überwacht. Seine Hilfe und sein Rat waren bei allen Problemen gefragt.

 

Seine Stiftung „Erhalt wachsenden Lebens“ entwickelte sich nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Wegen dieser Stiftung gab es leider zwischen ihm und der Bundesleitung Differenzen.

 

Als Joseph sich altershalber mit seiner Frau Lieselotte in sein Haus in Bezau im Bregenzer Wald zurückzog, beteiligte er sich aktiv an unserem ND-Gruppenleben  in Friedrichshafen. Er scheute den weiten Weg nie, mit  seiner Frau zu unseren Gruppenabenden zu kommen, auch nicht bei winterlichen Straßenverhältnissen. Er nahm an unseren Reisen teil, besuchte die Regionaltagungen, gratulierte jedem von uns zum Geburtstag, kannte die persönlichen Probleme der einzelnen Gruppenmitglieder. Seine fürsorgliche Einstellung wurde von uns mit Wohlwollen aufgenommen.

 

Das letzte Stück seines Lebens verbrachte er im Caritasheim in Bensheim, das er selbst mitbegründet hatte. Der Tod seiner lieben Frau, ein Augenleiden, die notwendigen Dialysen, ein Herzklappenproblem belasteten seine letzten Monate schwer.

 

Am 16. März 2011 erlöste ihn Gott und rief ihn für immer zu sich.

 

                                                           Reinhard Sendele, Friedrchshafen

 

 

Personalia

 Aus familiären Gründen sind Waltraud und Dr. Hans-Heiner Boelte im September von Furtwangen nach München verzogen. Die beiden haben in den Jahren seit Sept. 2003 das Freiburger Gruppenleben mit Einladungen und Vorträgen sehr bereichert, so dass wir sie nur ungern ziehen ließen. Ihnen vielen Dank und alles Gute am neuen Wohnort.

Neu in unserer Region begrüßen wir Jochen Menze (Freiburg) und Klaus Mertes SJ, bisher Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin, seit Sept. 2011 Direktor des Kollegs St. Blasien. Sein Vorgänger in St. Blasien, Bbr. Johannes Siebner SJ übernahm im Juli das Amt des Rektors im  Aloisiuskolleg in Bonn.

 

Verstorben sind Prof. Dr. Konrad Maier (Umkirch, 19. 9. 2010) und Dr. Johann Lang (Bad Säckingen, 26. 4. 2011). Konrad hat sich durch verschiedene Aktivitäten (u. a. eine Führung im Rieselfeld, dem von ihm durch soziales Engagement maßgeblich mitgestalteten neuen Stadtteil in Freiburg, und durch Vorträge, zuletzt im März 2010 mit dem Thema „Armut in der Wohlstandsgesellschaft“) verdient gemacht. Johann gehörte in den 60er und Anfang der 70er Jahre zu den aktiven Mitgliedern der Freiburger Gruppe. Er war 1969/70 Stadtgruppenleiter von Freiburg. Von 1978 – 84 war er Leiter der Gruppe Lörrach, die sich danach auflöste, weil kein Nachfolger gefunden werden konnte.

Gott schenke beiden die Ewige Freude!

 

 

 

 

 

Jahresrechnung 2010

 

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Die Kasse wurde am 27. 2. 2009 von Wolfgang Hiller geprüft und für in Ordnung befunden

W. H.

Regionalleitung

 

Regionalleiterin            Dr. Mercedes Nettesheim, Bergstr. 33, 79194 Gundelfingen, Tel. 0761/5932807. E-Mail:...

Stv. Regionalleiter       Helmut Leist, Tannenweg 45 a, 79183 Waldkirch, Tel. 07681/3152. E-mail: ...

Regionalkaplan           Pfr. Konrad Hauser, Zähringerstr. 44, 79108 Freiburg, Tel. 0761/5932613. E-mail: ...

Kassenwart                Dr. Winfried Hagenmaier, Sautierstr.  61, 79104 Freiburg, Tel. 0761/500515. E-mail: ...

Gruppenleiter

Stadtgruppe Freiburg   Horst Neumann, Charlottenburgerstr. 14, 79114 Freiburg, Tel. 0761/502886.

Gruppe 2 Freiburg Dr. Josef Jurina, Keltenstr. 3, 79117 Freiburg, Tel. 0761/ 67273. E-mail: josef.jurina@gmx.de......

                                 Stv.: Kurt Pisters, Höllentalstr. 62, 79117 Freiburg, Tel. 0761/63938. E-Mail: ...

Bibelkreis Freiburg      Dr. Winfried Hagenmaier (s. oben).

                                 Stv.: Dr. Herbert Burger, Friedhofstr. 5, 79199 Kirchzarten, Tel. 07661/5084. E-Mail: herbert.burger@gmx.de

 

Gruppe Konstanz        Klaus Keller-Uhl, Otto-Raggenbass-Str. 8, 78462 Konstanz, Tel. 07531/22792

Gruppe Villingen         Dr. Friedrich Bettecken, Ginsterweg 7, 78048 Villingen, Tel. 07721/59233

 

KSJ (Diözesanleitung)

KSJ-ND                      Paul Rögler, Osan Ardicoglu

KSJ-Heliand               Helena Brawanski, Vanessa Schäfer, Lena Wetzel                                  

Geistlicher Leiter KSJ  Michael Wiedensohler

(Erzb. Seelsorgeamt, Okenstr. 15, 79108 Freiburg; Tel. 0761/5144 165. E-mail:...

 

Rundbriefredaktion

Schriftleitung, Herst.    Dr. W. Hagenmaier (W.H.) (s. o.)

Vervielfältigung            Krause-Streicher, Freiburg

 

Rundbrief Nr. 37 (seit Dezember 1985)