"Den persönlichen Glauben ent-decken"
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Ak 'Wirtschaftlergilde'[mehr]Ludwig Hecke jetzt Staatssekretär in NRW
Ludwig Hecke ist neuer Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und...[mehr]
Ein neuer Geist für die KMF
Der Wirtschaftsseelsorger Pater Dr. Benno Kuppler SJ kandidiert auf dem Herbstrat als Geistlicher...[mehr]
KMF jetzt auch bei facebook ins Netz gegangen
Viele KMF-Mitglieder sind natürlich bei facebook angemeldet. Also gehen wir jetzt auch dahin....[mehr]
Werkwochen-Blog
Zeitzeuge Hans Gerd Adler erzählte uns wie ihm die Rolle als Mitgestalter der friedlichen Revolution, die wir gerne "Wende" nennen, in Heiligenstadt zufiel. Seine sehr persönlichen
Schilderungen der Ereignisse und Aktivitäten , seiner Ängste und Befürchtungen aber auch der Hoffnungen und des Mutes der Eichsfelder Menschen hat uns tief bewegt. Beieindruckend auch die Ermutigung, die die Menschen immer wieder in den regelmäßigen Friedensgebeten in den Heiligenstädter Kirchen gesucht und gefunden haben ...
Im Bild Hans Gerd Adler beim Signieren seiner Bücher, in denen er die Revolution im Eichsfeld dokumentiert hat.
Durch viel Schneefall sind wir in unserem verschneiten Heim wieder eingetroffen. Der Reisesegen hat uns geleitet und der Herr seine schützende Hand über uns gehalten.
Es war eine wunderschöne Woche voll neuer Impressionen. Es ist immer spannend, neue Menschen kennenzulernen. Jeder hatte in Heiligenstadt auf seine Weise etwas zu sagen.
Diese Woche wird für uns in diesem Jahr eine neue Kraftquelle sein.
Gerührt war ich auch von der Dankbarkeit der Menschen in Heiligenstadt und durch die Herzenswärme, die uns dort von vielen Seiten begegnete.
Wir freuen uns auf die nächste Werkwoche in Heiligenstadt und haben schon ganz viele Ideen.
Ein Mensch hat einmal gesagt: Wer aufhört anzufangen, der beginnt aufzuhören.
Wir haben viele schöne neue Dinge angefangen.
Ich wünsche allen Werkwochenteilnehmern viele schöne Anfänge und freue mich, Euch vielleicht auch im Laufe dieses Jahres, aber bestimmt am Ende dieses Jahres gesund wiederzusehen.
Der Herr segne Euch und behüte Euch. Der Herr lasse sein Angesicht (hier die Sonne an der Ostsee) über Euch leuchten und gebe Euch Frieden.
Die farbenprächtig und mit Sinn für den weißen Raum gestaltete Kapelle ist ein echter Hingucker. Selbst morgens, wenn die Frühaufsteher-Fraktion den Morgen lobt...
... in der halben Stunde vor dem Frühstück kann man aber auch zuhören & den Gedanken nachsinnen, wenn Klaus Mock Propheten des ausgegangenen Jahrhunderts uns näher brachte: Alfred Delp, Madeleine Delbrêl, Edith Stein und Charles Foucault.
Ohne Probe aber doch gekonnt, hatten wir großen Spaß in Heiligenstadt, wenn auch ohne Westfalenwitze. Aber mit unseren tollen Schemata beglückten wir (hoffentlich) alle.
Im Übrigen hatte Johannes H. seinen diabolischen Plan, mit Großbritannien die Weltherrschaft zu übernehmen, durchsetzten können. Er musste dummerweise mit dem Franzmann koalieren, was ihm nicht immer schmeckte, das Essen im MCH aber schon.
Bis nächstes Jahr und dann mit neuen Schemata und neuer Diplomatie!
... hoffentlich auch wieder in Heilgenstadt! Das Team steht seit heute, jetzt fehlen nur noch die Teilnehmer.
ich komme auf jeden fall wieder mit!
Wir kommen gerne wieder!
viele gute Gespräche; unerwartete menschliche Offenheit; sehr anregende Programmgestaltung - die Werkwoche ist mir eine wichtige Quelle für das neue Jahr geworden! Danke an das Vorbereitungsteam, an alle Mitteilnehmer, an das Haus und nicht zuletzt an das gesamte Personal des Hauses!
Heute abend offenbarte sich das gesamte musikalische Repertoire: Sprechgesang zu Beginn, Flöten in allen Tonlagen, Saxophone, Waldhorn, Klavier, Geigen in unterschiedlichen Kombinationen.
Der Neujahrstag beginnt mit unserer ersten Pilger-Reise.
Bei leichten Minusgraden und Schnee pilgern wir von der Kirche in Arenshausen zur Kirche in Rustenfelde. Grenzen sehen, Grenzen überwinden, Grenzen nachspüren. Heute erinnern noch ein paar alte Grenzsteine an die Trennung Deutschlands. Der Schnee scheint alles ehemalige Leid zuzudecken. Eine Hinweistafel zeigt den Grenzverlauf, Fotos die Grenzanlagen. Für die unter zwanzigjährigen: Geschichte. Für die älteren: Noch gelebte Geschichte. Gott begegnen an einst unheiligen Orten. Geht das? Ja, das geht. Wenn Gott keine Grenzen überwinden kann – wer dann? Wenn Gott aus Leid kein Lied machen kann, wer dann?
„Siehe, ich mache alles neu!“
...und der Neuschnee am ersten Tag des neuen Jahres hüllt die Landschaft in seine weiche Stille...
Zehn Zentimeter Pulverschnee und fast 40 Personen begegneten sich am Neujahrstag mittags in der katholischen Kirche von Arenshausen, um mit dem Ehepaar Hahn in zwei Gruppen viereinhalb Stunden durch das Eichsfelder Grenzland zu pilgern. Mit unterschiedlichen Wegerfahrungen schlossen wir symbolisch Grenzen, in dem wir Pflanzenzwiebeln kreisförmig einbuddelten. Unser mitlaufender Hund Mille grub wenig später drei der Setzlinge wieder aus, um sie näher kennenzulernen. Unser heiliger Bertram (siehe Bild) setzte die Diskussionen über die Wegerfahrungen bis spät in die Nacht mit vielen anderen fort. - Pilgern regt an, auf und vieles mehr. Pilgern zieht auf jeden Fall Kreise und bewegt.
Der älteste Segensspruch der Bibel bot beim Neujahrsgottesdienst viel Stoff zum Predigtgespräch: "Der HERR segne dich und beüte Dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden."
Wir feierten den Gottesdienst mit dem Jugendpfarrer Marcellus Klaus (in Diskussionen mit Waltraud und Hans-Adolf Hammermann) und musikalisch umrahmt mit Waldhorn, Orgel und Gitarre.
Impressionen vom Jahreswechsel in Heiligenstadt: Auf der tiefverschneiten Lindenallee begrüßt Yvonne das Neue Jahr mit Hornklängen, ein Kontrapunkt zur Raketen, Chinakrachern & Co.
Das alte Jahr endete mit einer von Thea Hufschmidt vorbereiteten Statio, wo - wie auf den anderen Werkwochen in Münster und Stapelfeld - "Von guten Mächten" gesungen wurde.
Jahresabschlussgebet
Herr, Schöpfer der Jahre.
Du hast mir viel Zeit gegeben.
Sie liegt hinter mir
und sie liegt vor mir.
Sie war mein und sie wird mein,
und ich habe sie von dir.
Ich danke dir für jedes neue Jahr,
für jeden Schlag der Uhr
und für jeden Morgen, den ich sehen werde.
Ich bitte dich nicht, mir im neuen Jahr mehr Zeit zu geben.
Ich bitte dich aber um viel Gelassenheit,
jede Stunde im neuen Jahr zu füllen.
Ich bitte dich, dass ich
ein wenig vom neuen Jahr freihalten darf von Befehl und Pflicht,
ein wenig freihalten darf für Stille,
ein wenig freihalten darf für Spiel,
ein wenig freihalten darf für Menschen am Rande meines Lebens, die meinen Trost brauchen.
Ich bitte um Sorgfalt im neuen Jahr,
dass ich meine Zeit nicht töte, nicht vertreibe, nicht verderbe.
Dieses neue Jahr ist ein Streifen Land.
Ich möchte es aufreißén wollen mit dem Pflug,
ich möchte viel Liebe hineinwerfen, Gedanken, Gespräche,
damit reiche Frucht wächst.
Behüte und beschütze uns und alle, die einen Platz in unserem Herzen haben.
Sei du unser guter Stern.
Segne du unser neues Jahr.
Amen
(Thea Hufschmidt nach Jörg Zink)
Anschließend bekam jeder Teilnehmer zwei Sterne (aus Teelichthülsen), einen für sich und einen für einen Menschen, der einen guten Stern braucht.
Nach einer Jahresschlussandacht in den vier Heiligenstädter Gemeinden treffen sich traditonell die Christen der Stadt zum gemeinsamen, ökumenischen Gebet auf dem Marktplatz. So auch wir.
Heiligenstadt
doch nah
ein herzliches Willkommen
prima Haus - schöne Stadt
Werkwoche
Hans-Gerd Adler
Aufbruch
aufbruch
wohin
und
was soll aufbrechen
ein ganzes volk
mit kerzen
als waffen
und direktverbindung im gebet
das alte stürzt
ruinen überall
sichtbar und unsichtbar
wunden
alte und neue
brechen auf
sie schmerzen
hindern
den aufbruch
alle sind aufgebrochen
sind unterwegs
in grenzenloser
freiheit
nach deutschland
wo
ist der weg
zur einheit
des einen
volkes
wann
und wohin
brichst du auf
(aus: Hans-Gerd Adler, "Brückenköpfe", Asbach-Sickenberg, Arbeitskreis Grenzinformation e.V. 2009, S.217)
Hallo Stefan,
vielen Dank für deine email zum Werkwochen-Blog. Das ist eine super Idee. Leider haben wir in Violau keinen Festnetzzugang, da das Büro nicht besetzt ist und das Haus kein WLAN hat. Eine mobile Internetnutzung ist leider auch nur sehr schwierig, da Violau in einem Funkschatten liegt ... was für gute Erholung (keine Anrufe in die Firma etc. ;-) ) ja eher wieder positiv ist. Bitte sei nicht enttäuscht, wenn Violau nix twittert.
Bundesgeschwisterliche Grüße
Christian
im Auftrag des Herrn ... äh des Violau-Teams ;-)
Draußen hat es sacht zu schneien begonnen. Nachdem einige vom Nachtwächterspaziergang mit roten Bäckchen zurückgekehrt sind, konnte das Abendprogramm starten. Der literarische Abend bot für viele Geschmäcker etwas, brachte mehr oder weniger heilige Figuren ins Gespräch und umrahmte & unterbrach sie mit Musik:
Märchen über Raben und die Walfischseele, Begegnungen im überfüllten Zug, mexikanische Spitzbuben-Possen, Lale Akgüns Schilderung der Multireligiosität ihrer Tochter, einen Brief an Mutter Kirche von einem Dominikanerpater, Robert Gernhardts Weihnachtsappell, die Welt zu schätzen, Abgründiges über weihnachtliches Public-Relation-Management, Autobiographisches über die Heiligstädter Schulschwestern hinterm & vorm eisernen Vorhang und die Verleihung eines Heiligenscheins an Hanns-Dieter Hüsch vom lieben Gott persönlich.
Nachdem wir gestern lange in der abendlichen Vorstellungsrunde uns erzählt haben, was für uns heilig ist und nicht nur wichtig, ging es heute bei Tageslicht als Auftakt der ersten Werkwoche im Osten (Motto: "Heilig - heilig - heilig") quer durch Heiligenstadt.
Ein äußerst schmuckes Städtchen, dass nach dem großen Stadtbrand 1739 neu aufgebaut wurde. Allerdings heute morgen himmlisch klar, bitterlich kalt und windig. Selbst dem Möhrenkönig (siehe Bild).
Der Vorteil: Die Straßen laufen alle gerade (und auf erhöht stehende Kirchen) zu, dass ein Verlaufen fast ausgeschlossen ist. Was hier weiter läuft & geht, dazu später.


